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| [Juni 2004] | ||||||||
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Badlands N.P.
Die südwestliche Ecke South Dakotas hat neben den Badlands noch einige weitere sehr interessante Attraktionen zu bieten. Der bis über 2000 Meter hohe Gebirgszug der Black Hills ist nicht nur landschaftlich gesehen generell sehr schön, sondern beherbergt hier auch einige interessante Parks, die den Abstecher hierher lohnen. Uns hat besonders der Custer State Park sehr gut gefallen. Dieser kleine Park beherbergt große Bisonherden sowie viele weitere Tiere, die man besonders gut entlang der Wildlife Loop Road beobachten kann. Nachdem wir uns schon über den einzelnen Bison gefreut hatten, der in einem Waldstück direkt an der Straße stand, bot sich uns kurz darauf der überwältigende Anblick einer riesigen Bisonherde, die auf Hügeln und Wiesen links und rechts der Straße graste. Die Bisons, unter ihnen auch unzählige Jungtiere, ließen sich nicht stören, und wir konnten mit dem Auto vorsichtig mitten hindurch fahren. Doch das blieben nicht die einzigen Tiere, die wir an der Wildlife Loop Road zu Gesicht bekamen! Neben den obligatorischen Prairiehunden gab es noch Antilopen und Rotwild, und auch einige Burros, kleine, sehr neugierige Esel, spazierten zwischen den Autos auf der Straße umher. Doch neben den Tieren ist auch die Landschaft des Custer S.P. sehr sehenswert, z.B. auf dem Needles Highway. Hier kurvt man auf einem engen Sträßchen mitten zwischen bizarren Felsnadeln hindurch, die auch von Kletterern sehr geschätzt werden. Die Straßenführung ist meist spektakulär, und man fährt durch einige Tunnels, die nur wenig breiter sind als das Auto, und überquert einige der berühmten Spiralbrücken, mit denen sich größere Höhenunterschiede auf kleinstem Raum überbrücken lassen. Besonders schön ist auch der malerische Sylvan Lake, der auf einer Seite von sehr fotogenen Felsformationen begrenzt wird. Der kleine See kann auf einem schönen Spazierweg zu Fuß umrundet oder per Kanu erkundet werden. Die touristische Hauptattraktion der Black Hills ist jedoch das Mount Rushmore National Memorial. Als aufrechter Amerikaner muß man natürlich einmal im Leben hier gewesen sein, und dementsprechend überlaufen ist der Park auch. Der amerikanische Patriotismus wird hier absolut auf die Spitze getrieben, für europäische Augen mutet das schon ein bißchen befremdlich an... Aber man mag davon halten was man will, ein beeindruckendes Monument ist der Mount Rushmore auf jeden Fall! Die riesigen aus dem Berg herausgemeißelten Köpfe der Präsidenten Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt geben schon ein tolles Fotomotiv ab, und der Rundgang durch den Park ist auch recht interessant. Allerdings sind die $9 Parkgebühren (der National Park Pass bringt hier nichts) schon eine Menge Holz. Nicht weit davon gibt es natürlich auch noch das Crazy Horse Memorial. Hier wird bereits seit über 50 Jahren am indianischen Gegenstück zum Mount Rushmore gearbeitet, einer Skulptur des auf seinem Pferd sitzenden Siouxhäuptlings Crazy Horse, die hier aus einem kompletten Berg herausgemeißelt (bzw. -gesprengt) wird. Bisher läßt sich jedoch nur ein Teil des Kopfes erkennen, und es wird wohl noch Jahrhunderte dauern, bis aus dem Berg das fertige 170m hohe Reiterstandbild geworden ist. Hier reichte uns jedoch der Anblick aus der Entfernung vom Parkeingang, die $7 für den Rummelplatz drumherum waren uns dann doch zuviel. |