[Juni 2004]













 Black Hills

Manch einer mag die Prärien des mittleren Westens langweilig und eintönig finden, doch abgesehen davon, daß auch die einfache Fahrt durch endlose grasbewachsene Ebenen und sanfte Hügellandschaften einen ganz eigenen Reiz hat, gibt es auch in den weiten Präriegebieten sehr interessante Reiseziele. Die bizarren Badlands, die sich in der südwestlichen Ecke South Dakotas aus der Ebene erheben, sind mit Sicherheit den Umweg wert, vor allem in Kombination mit den Attraktionen der benachbarten wunderschönen Black Hills.
Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, sollte man auf jeden Fall die Scenic Road abfahren, bei mehr Zeit kann man auch noch die abgelegeneren südlichen Gebiete des Parks erkunden, z.T. auf Dirt Roads. Wir beschränkten uns auf die Park Road, die entlang der "Wall" und hindurch führt, der etwa 100km langen und 5km breiten Kette der bizarrsten Formationen aus Lehm, Ton und weichem Sandstein. Besonders im Bereich des Cedar Pass gibt es auch einige kurze Wanderwege, z.B. den Door Trail oder den Window Trail, die mitten hinein in die meist um die 50 Meter hohen "Miniatur-Gebirgszüge" führen und auf denen man sich einen guten Eindruck von der Landschaft machen kann.
Im weiteren Verlauf der Parkstraße gibt es immer wieder Aussichtpunkte, von denen man den Blick hinaus in die Ebene schweifen lassen kann, über die endlosen gezackten und zerfurchten Formationen und die merkwürdigen "Grastische", wenige Zentimeter bis Meter hohe, flache und grasbewachsene Plateaus, die sich immer wieder aus der Ebene erheben.
Am westlichen Ende der Parkstraße kann man dann noch einen Bogen über die Sage Creek Rim Road machen, eine Dirt Road, die noch weiter entlang der Wall und zu schönen Aussichtpunkten führt. Hier konnten wir auch eine große freilebende Bisonherde beobachten, die unweit der Straße graste.