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| [Upper Antelope Canyon: Juli 1997 Lower Antelope Canyon: Juni 2004 / Juni 2005] | ||||||||
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Der Antelope Canyon bei Page ist wohl der bekannteste Slot Canyon im Südwesten - das aber auch zu Recht, denn an Schönheit ist er kaum zu übertreffen! Der Canyon, der aus zwei getrennten Abschnitten besteht, befindet sich auf Navajo-Land und kann nicht auf eigene Faust besucht werden. Zum Upper Canyon gelangt man nur per Jeep auf geführten Touren, und im Canyon selbst darf man sich nur eine begrenzte Zeit aufhalten, bevor man wieder zum Ausgangspunkt zurückgebracht wird. Man betritt den Upper Canyon ebenerdig durch eine Spalte in der Felswand. Dieser Teil ist breiter und hat einen ebenen Boden, so daß er viel leichter zugänglich ist und dementsprechend auch von viel mehr Touristen besucht wird. Als wir während der 1997er-Tour zwei Tage in Page waren, machte ich einen Ausflug dorthin, während die anderen in der Gruppe lieber im Lake Powell badeten. Leider habe ich keine Fotos von damals, denn ich hatte den gleichen Film versehentlich ein zweites Mal eingelegt... So mußte ich mich also sieben Jahre ärgern, bis ich wieder die Gelegenheit bekam, den Antelope Canyon zu besuchen. Diesmal sollte es dann der Lower Canyon sein, denn hier kann man so lange darin herumklettern wie man möchte. Das ist aber nicht für jedermann ohne Weiteres machbar, denn man muß durch eine enge Felsspalte im Boden hineinklettern und im Inneren über fest installierte Leitern z.T. größere Höhenunterschiede bewältigen. Deshalb wird der Lower Antelope Canyon auch bei weitem von weniger Leuten besucht, obwohl er meiner Meinung nach noch um einiges beeindruckender ist. Bei unserer 2004er-Tour waren wir an meinem Geburtstag in Page, und was kann es da schöneres geben, als im Antelope herumzuklettern! Wir hatten Glück, das Wetter war perfekt, es war keine Wolke am Himmel zu sehen, und es bestand keine Flash Flood-Gefahr. Wir kamen gegen 9:30 Uhr morgens am Canyon an, die ideale Zeit zum Fotografieren, da es dann noch keinen direkten Lichteinfall gibt. Der Sandstein schimmert je nach Blickwinkel in Pastelltönen von rot, orange und gelb bis zu Blautönen, und wohin man auch schaut, es gibt immer wieder neue Motive zu entdecken. Auch wenn nur die ersten paar hundert Meter des Lower Canyon zugänglich sind, kann man Stunden darin verbringen und hunderte Fotos machen. Die wichtigste Grundregel dabei ist, keinen Blitz zu verwenden, auch wenn es recht dunkel ist, denn nur ohne Blitz lassen sich die unglaublichen Farbspiele adäquat festhalten. Auch bei unserer 2005er-Tour ließen wir es uns nicht nehmen, den Canyon noch einmal zu besuchen, aber der Canyon schien innerhalb des letzten Jahres enorm an Popularität gewonnen zu haben, denn nach nur 3 oder 4 Autos im Vorjahr war der Parkplatz diesmal nahezu voll. Dennoch konnte man sich im Canyon noch gut bewegen und trat sich nicht auf die Füße, und trotz der Kürze des Canyons war es in den seltensten Fällen ein Problem, schöne Bilder zu machen, ohne irgendwelche Leute darauf zu haben. Der Eintritt in den Lower Antelope Canyon ist zwar nicht billig, aber er ist 100%ig sein Geld Wert. Natürlich wissen das die Navajos, auf deren Land der Canyon liegt, und kassieren ziemlich horrende Eintrittspreise von 21$ pro Person (Stand 2005). Während man im Canyon unterwegs ist, streifen immer wieder Navajo-Jungs umher, um darauf zu achten, daß alles in Ordnung ist, und geben Foto-Tips und andere Infos, wobei sie sich natürlich auch ein Trinkgeld erhoffen. Ich könnte mir vorstellen, daß der Navajo-Clan, dem der Canyon gehört, ganz gut von den Einnahmen leben kann... |